Sebastian Hertrich gewinnt PHÖNIX 2020

Platinen auf Hammer, Christus und Salome

Der von eurobuch.com, der größten Suchmaschine für Bücher, mit 20.000 Euro dotierte PHÖNIX Kunstpreis für Nachwuchskünstler geht in diesem Jahr an Sebastian Hertrich. Der Bildhauer wird für seine figürlichen Werke aus Acrylglas, Gips und Kunststoff mit Computerplatinen als farbig bestimmende Oberfläche ausgezeichnet.

Sebastian Hertrich, 1985 in Halle an der Saale geboren, lernte zunächst Holzbildhauerei in Oberammergau und erhielt dort seinen Gesellenbrief. Im Anschluss daran studierte er Freie Kunst an der Bauhaus-Universität in Weimar. 2015 beendete er die Ausbildung mit Diplom. Seitdem bestückt
er zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland und erhielt bereits mehrere Auszeichnungen. Mit seinen innovativen Ideen überzeugte der in Erlangen lebende Bildhauer auch die Jury des PHÖNIX Kunstpreises.

„Sebastian Hertrichs Werke faszinieren auf den ersten Blick – die zeitlose Ästhetik, ihre räumliche Präsenz und die ungewöhnliche Farbigkeit sind umwerfend. Der zweite Blick offenbart überraschende Materialien. Glitzernde Computerplatinen und transparentes Acrylglas sind meisterhaft verarbeitet und verweisen auf die kritische Auseinandersetzung des Bildhauers mit den Verheißungen der Digitalisierung. Einmalig, klug und sehr aktuell“, begründet die Jury ihre Entscheidung.

Zum zwölften Mal wird der PHÖNIX verliehen. Für den aktuellen Wettbewerb hatten sich 326 KünstlerInnen aus dem In- und Ausland beworben.

Mitglieder des Kuratoriums sind die Künstlerin Ursula von Rheinbaben, der Direktor des Buchheim Museums in Bernried, Daniel J. Schreiber, Judith Stumptner (bis zum 29.02.2020 stellvertretende Direktorin der Evangelische Akademie Tutzing) und der ehemalige Oberbürgermeister von München, Christian Ude.

Die Preisverleihung findet voraussichtlich am 7. Mai 2020 um 19.00 Uhr in der Evangelischen Akademie Tutzing statt, die gemeinsam mit der eurobuch GmbH den Kunstpreis vergibt.

Die Mitglieder der Fachjury (Judith Stumptner, Ursula von Rheinbaben und Christian Ude) mit zwei Arbeiten des PHÖNIX 2020 Preisträgers Sebastian Hertrich.